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Medizinisches Cannabis in Deutschland

Wie der Zugang nach deutschem Recht funktioniert und was die Forschung zu den zehn Erkrankungen zeigt, die in Deutschland am häufigsten mit verordnetem Cannabis behandelt werden. Kostenlos. Nur zur Information und Bildung.

Kostenloser Leitfaden. Nichts zu kaufen.Rechtsstand am 25. Oktober 2026 anhand amtlicher Quellen geprüft.English

Hinweis: Die deutsche Fassung wurde maschinell unterstützt übersetzt. Eine Prüfung durch eine muttersprachliche Fachperson steht noch aus. Maßgeblich ist die englische Fassung.

Nur zur Information und Bildung.

So funktioniert der Zugang in Deutschland

Zusammengefasst aus den Gesetzestexten und amtlichen Stellen, die unter jedem Punkt verlinkt sind. Gesetze ändern sich; prüfen Sie die verlinkten Quellen, bevor Sie handeln.

  1. Geltendes RechtMärz 2017

    Gesetz „Cannabis als Medizin“

    Mit dem Gesetz zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher und anderer Vorschriften vom 6. März 2017 (BGBl. I S. 403) dürfen Ärztinnen und Ärzte Cannabisblüten und -extrakte in pharmazeutischer Qualität zu medizinischen Zwecken verschreiben, zulasten der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) unter den Voraussetzungen des § 31 Abs. 6 SGB V.

    [2] BT-Drucksache 21/3061 · [3] § 31 SGB V

  2. Geltendes Recht1. April 2024

    Cannabisgesetz (CanG): das Medizinal-Cannabisgesetz (MedCanG)

    Medizinisches Cannabis wird seitdem im MedCanG geregelt und wurde aus den Anlagen des Betäubungsmittelgesetzes (BtMG) herausgenommen. Es ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel und wird auf einem normalen Arzneimittelrezept statt auf einem BtM-Rezept verordnet. Der nicht-medizinische Konsum durch Erwachsene ist im Konsumcannabisgesetz (KCanG) geregelt und nicht Thema dieser Seite.

    [2] BT-Drucksache 21/3061 · [4] § 3 MedCanG · [5] KCanG

  3. Geltendes RechtGeltendes Recht

    Wer verschreiben darf und wo abgegeben wird

    Medizinisches Cannabis dürfen nur Ärztinnen und Ärzte verschreiben, nicht Zahn- oder Tierärzte (§ 3 Abs. 1 MedCanG). Abgegeben wird es an Patientinnen und Patienten nur in Apotheken gegen Vorlage der Verschreibung (§ 3 Abs. 2 MedCanG).

    [4] § 3 MedCanG

  4. Geltendes RechtGeltendes Recht

    Wann die gesetzliche Krankenversicherung zahlt

    Versicherte mit einer schwerwiegenden Erkrankung haben Anspruch auf Cannabis in Form standardisierter Extrakte sowie auf Arzneimittel mit Dronabinol oder Nabilon, wenn (1) eine allgemein anerkannte, dem medizinischen Standard entsprechende Leistung nicht zur Verfügung steht oder nach begründeter Einschätzung der behandelnden Ärztin bzw. des behandelnden Arztes im Einzelfall nicht angewendet werden kann und (2) eine nicht ganz entfernt liegende Aussicht auf eine spürbare positive Einwirkung auf den Krankheitsverlauf oder auf schwerwiegende Symptome besteht.

    [3] § 31 SGB V

  5. Geltendes RechtGeltendes Recht

    Genehmigung durch die Krankenkasse

    Die erste Verordnung bedarf vor Beginn der Behandlung der Genehmigung der Krankenkasse. Sie darf nur in begründeten Ausnahmefällen abgelehnt werden; keine Genehmigung ist nötig, wenn eine vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) bestimmte Fachärztin oder ein solcher Facharzt verordnet. Die Kasse entscheidet innerhalb von zwei Wochen, bei Einholung einer Stellungnahme des Medizinischen Dienstes innerhalb von vier Wochen, und in der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) oder unmittelbar nach einem Krankenhausaufenthalt innerhalb von drei Tagen. Wird nur die Dosierung angepasst oder auf einen anderen standardisierten Extrakt gewechselt, ist keine erneute Genehmigung nötig.

    [3] § 31 SGB V

  6. Neu 2026Seit 30. Juli 2026

    Neu: keine Kassenleistung mehr für Blüten; zuerst sechsmonatiger Therapieversuch mit Fertigarzneimittel

    Nach dem GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz (BGBl. 2026 I Nr. 228) sind getrocknete Cannabisblüten nicht mehr zulasten der Krankenkassen verordnungsfähig, und die Versorgung hat zunächst mit einem zugelassenen cannabishaltigen Fertigarzneimittel im Rahmen eines sechsmonatigen Therapieversuchs zu erfolgen. Laut KBV müssen Patientinnen und Patienten, die bisher Blüten erhielten, auf ein anderes cannabishaltiges Arzneimittel umgestellt werden; dafür ist eine erneute Genehmigung nötig, sofern die verordnende Person nicht vom Genehmigungsvorbehalt befreit ist. Wer bereits eine Cannabistherapie erhält, ist vom Therapieversuch nicht betroffen.

    Auslegung noch im Fluss: Die KBV versteht den sechsmonatigen Therapieversuch inzwischen so, dass er auch außerhalb des zugelassenen Anwendungsgebiets gilt; eine früher mit dem GKV-Spitzenverband geteilte Auffassung vertritt sie nach eigener Aussage nicht mehr. Fragen Sie Ihre Ärztin bzw. Ihren Arzt und Ihre Krankenkasse, was für Sie gilt.

    [6] BGBl. 2026 I Nr. 228 · [3] § 31 SGB V · [7] KBV

  7. Nur EntwurfEntwurf, nicht in Kraft

    Gesetzentwurf zur Änderung des MedCanG

    Ein Gesetzentwurf der Bundesregierung (BT-Drucksache 21/3061 vom 3. Dezember 2025) sieht vor, dass Cannabisblüten nur nach persönlichem Kontakt in der Praxis verschrieben werden und der Versand von Blüten entfällt. Der konsolidierte Text von § 3 MedCanG enthält diese Änderungen mit Stand 25. Oktober 2026 nicht; sie sind also nicht geltendes Recht. Den aktuellen parlamentarischen Stand konnten wir nicht aus einer amtlichen Quelle bestätigen.

    [2] BT-Drucksache 21/3061 · [4] § 3 MedCanG

Die zehn am häufigsten behandelten Erkrankungen

Woher diese Zahlen stammen

Von 2017 bis 2022 meldeten Ärztinnen und Ärzte anonymisierte Daten zu jeder von einer gesetzlichen Krankenkasse genehmigten Cannabistherapie an das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM). Der Abschlussbericht (6. Juli 2022) wertete 16.809 vollständige Datensätze aus. Die Anteile unten beziehen sich auf die für die Behandlung genannte Hauptdiagnose (Tabelle 2.1). Eine Person kann mehrere Diagnosen haben, daher ergeben die Anteile zusammen mehr als 100 %. Das BfArM betont, dass die Erhebung keine klinische Studie ist und keine Wirksamkeit belegen kann. Erfasst sind nur von Kassen genehmigte Therapien, keine Privatrezepte.

[1] BfArM-Abschlussbericht (2022)

So lesen Sie die Einstufungen

  • Studienbelege, meist geringer Nutzen Randomisierte Studien zeigen für manche Menschen einen Nutzen, oft gering.
  • Frühe, begrenzte oder gemischte Datenlage Wenige kleine Studien, widersprüchliche Ergebnisse oder überwiegend Beobachtungsdaten.
  • Kaum Belege oder negative Studien Wenige oder keine stützenden Studien, oder Studien ohne Nutzen.

Die Einstufungen sind unsere allgemeinverständliche Lesart der zitierten Reviews und Studien, keine amtliche Bewertung.

  1. 1Chronische Schmerzen76,4 %
  2. 2Symptome bei Krebserkrankungen14,5 %
  3. 3Spastik, auch bei Multipler Sklerose9,6 % · MS 5,9 %
  4. 4Anorexie und Kachexie, Appetitverlust5,1 % + 1,2 %
  5. 5Depression2,8 %
  6. 6Übelkeit und Erbrechen2,2 %
  7. 7Migräne (und Clusterkopfschmerz)2,0 %
  8. 8Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)1,1 %
  9. 9Restless-Legs-Syndrom1,0 %
  10. 10ADHS1,0 %

Knapp unter den ersten zehn: Epilepsie (0,9 %), Insomnie (0,9 %) und Tic-Störungen/Tourette-Syndrom (0,6 %).

#1

Chronische Schmerzen

Studienbelege, meist geringer Nutzen

In den deutschen Daten
Hauptdiagnose in 76,4 % der Datensätze (12.842 von 16.809), mit großem Abstand am häufigsten.
Was die Forschung zeigt
Eine BMJ-Metaanalyse von 2021 mit 32 randomisierten Studien fand für nicht inhalierte Cannabisarzneimittel im Vergleich zu Placebo wahrscheinlich eine geringe Schmerzlinderung sowie sehr geringe Verbesserungen von körperlicher Funktion und Schlaf. Ein Cochrane-Review zu neuropathischen Schmerzen kam zu dem Schluss, dass der mögliche Nutzen durch mögliche Schäden aufgewogen werden könnte.
Beachten Sie
  • Schwindel, Müdigkeit und Konzentrationsstörungen traten häufiger auf als unter Placebo.
  • Die meisten Studien dauerten nur Wochen bis wenige Monate.

Quellen: [8] Wang 2021 · [9] Mücke 2018 · [10] Whiting 2015

#2

Symptome bei Krebserkrankungen

Frühe, begrenzte oder gemischte Datenlage

In den deutschen Daten
Eine Tumorerkrankung (Neubildung) wurde in 14,5 % (2.434) angegeben. Laut Bericht ging es um die Linderung von Symptomen wie Schmerzen, Übelkeit und Appetitlosigkeit, nicht um die Behandlung des Tumors.
Was die Forschung zeigt
Eine Metaanalyse von 2020 zu fortgeschrittener Krebserkrankung fand, dass Cannabinoide zusätzlich zu Opioiden die Schmerzen nicht stärker senkten als Placebo. Bei chemotherapiebedingter Übelkeit ist die Datenlage besser (siehe Übelkeit und Erbrechen), beim Appetit gemischt (siehe Appetitverlust).
Beachten Sie
  • Keine verlässlichen Belege, dass Cannabis den Krebs selbst behandelt.
  • In Studien zu Tumorschmerzen traten Schläfrigkeit und Schwindel häufiger auf als unter Placebo.

Quellen: [11] Boland 2020 · [12] Smith 2015 · [13] Strasser 2006

#3

Spastik, auch bei Multipler Sklerose

Studienbelege, meist geringer Nutzen

In den deutschen Daten
Spastik in 9,6 % (1.607), Multiple Sklerose in 5,9 % (989).
Was die Forschung zeigt
Bei MS zeigte eine große Studie von 2003 (CAMS) keine Veränderung auf der ärztlich erhobenen Ashworth-Skala, aber mehr Betroffene berichteten über weniger Spastik. Eine Studie von 2011 mit Nabiximols-Mundspray, in die nur Personen aufgenommen wurden, die zuvor angesprochen hatten, zeigte einen klaren Nutzen bei der selbst eingeschätzten Spastik.
Beachten Sie
  • Der Nutzen zeigte sich vor allem in Selbstauskünften, nicht in ärztlich gemessener Steifigkeit.
  • Die Studie von 2011 schloss nur Personen ein, die in einer Vorphase angesprochen hatten.

Quellen: [14] Novotna 2011 · [15] Zajicek 2003

#4

Anorexie und Kachexie, Appetitverlust

Frühe, begrenzte oder gemischte Datenlage

In den deutschen Daten
Anorexie/Wasting in 5,1 % (852), Appetitmangel in 1,2 % (198).
Was die Forschung zeigt
In einer Studie von 1995 bei AIDS-bedingtem Gewichtsverlust verbesserte Dronabinol den Appetit gegenüber Placebo, das Gewicht blieb etwa gleich. In einer Studie von 2006 bei tumorbedingtem Anorexie-Kachexie-Syndrom verbesserten weder Cannabisextrakt noch THC Appetit oder Lebensqualität stärker als Placebo.
Beachten Sie
  • Die Ergebnisse unterscheiden sich je nach Erkrankung; Befunde bei AIDS sind nicht ohne Weiteres auf Krebs übertragbar.
  • Beide Studien sind älter und klein bis mittelgroß.

Quellen: [16] Beal 1995 · [13] Strasser 2006

#5

Depression

Kaum Belege oder negative Studien

In den deutschen Daten
Hauptdiagnose in 2,8 % (471).
Was die Forschung zeigt
Ein Review in Lancet Psychiatry (2019) mit 83 Studien fand kaum Belege, dass Cannabinoide depressive Erkrankungen bessern. In einer randomisierten Studie von 2022 verbesserte der Erhalt einer Berechtigungskarte für medizinisches Cannabis die depressiven Symptome nicht.
Beachten Sie
  • In dieser Studie von 2022 entwickelten mehr Personen mit Karte Symptome einer Cannabiskonsumstörung.
  • Ändern Sie eine Depressionsbehandlung nur in Absprache mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

Quellen: [17] Black 2019 · [18] Gilman 2022

#6

Übelkeit und Erbrechen

Studienbelege, meist geringer Nutzen

In den deutschen Daten
Hauptdiagnose in 2,2 % (376).
Was die Forschung zeigt
Ein Cochrane-Review fand, dass Cannabinoide bei chemotherapiebedingter Übelkeit und Erbrechen helfen können; die Studien stammen jedoch aus den Jahren 1975 bis 1991 und verglichen nicht mit modernen Antiemetika. In einer Studie von 2020 bei trotz Standardtherapie anhaltender Übelkeit erhöhte ein zusätzlicher oraler THC:CBD-Extrakt das vollständige Ansprechen von 14 % auf 25 %.
Beachten Sie
  • In der Studie von 2020 hatten 31 % mäßige oder schwere Nebenwirkungen wie Benommenheit oder Schwindel.
  • Langfristiger starker Konsum kann ein Cannabinoid-Hyperemesis-Syndrom (wiederholtes heftiges Erbrechen) auslösen.

Quellen: [12] Smith 2015 · [19] Grimison 2020 · [20] Sorensen 2017

#7

Migräne (und Clusterkopfschmerz)

Frühe, begrenzte oder gemischte Datenlage

In den deutschen Daten
Migräne in 2,0 % (332), Clusterkopfschmerz in weiteren 0,6 % (99).
Was die Forschung zeigt
Eine randomisierte Crossover-Studie von 2026 mit 92 Personen fand, dass verdampftes Cannabis mit THC und CBD akute Migräneschmerzen nach 2 Stunden häufiger linderte als Placebo. Ältere Daten sind überwiegend Beobachtungsdaten, etwa eine Aktenauswertung von 2016 mit weniger Migränetagen pro Monat.
Beachten Sie
  • Eine einzelne kontrollierte Studie reicht nicht aus, um von gesicherter Wirkung zu sprechen.
  • Die Studie behandelte einzelne Attacken; Vorbeugung und Langzeitanwendung wurden nicht untersucht.

Quellen: [21] Schuster 2026 · [22] Rhyne 2016

#8

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)

Frühe, begrenzte oder gemischte Datenlage

In den deutschen Daten
Hauptdiagnose in 1,1 % (182).
Was die Forschung zeigt
Cochrane-Reviews (2018) zu Morbus Crohn und Colitis ulcerosa bewerteten die Wirkung von Cannabis auf Grundlage weniger kleiner Studien als unsicher. In einer Crohn-Studie mit 21 Personen besserten sich die Beschwerden unter Cannabis häufiger, das Hauptziel Remission wurde aber nicht erreicht.
Beachten Sie
  • Linderung von Beschwerden ist nicht dasselbe wie Abheilung; keine Studie zeigte eine geringere Entzündung.
  • Regelmäßige Kontrollen bei der Gastroenterologie beibehalten.

Quellen: [23] Kafil 2018 · [24] Kafil 2018 · [25] Naftali 2013

#9

Restless-Legs-Syndrom

Kaum Belege oder negative Studien

In den deutschen Daten
Hauptdiagnose in 1,0 % (165).
Was die Forschung zeigt
Die veröffentlichte Datenlage ist sehr dünn: Ein Bericht von 2017 beschreibt sechs Betroffene, die über Besserung berichteten. Kontrollierte Studien haben wir bei unserer Recherche nicht gefunden.
Beachten Sie
  • Ein Bericht über sechs Personen kann keine Wirksamkeit belegen.
  • Lassen Sie mögliche Ursachen und etablierte Behandlungen zuerst ärztlich prüfen.

Quellen: [26] Megelin 2017

#10

ADHS

Kaum Belege oder negative Studien

In den deutschen Daten
Hauptdiagnose in 1,0 % (163).
Was die Forschung zeigt
Die einzige randomisierte Studie, die wir fanden, eine Pilotstudie mit 30 Erwachsenen und Nabiximols-Spray (2017), verfehlte ihren Hauptendpunkt. Ein Review von 2019 fand kaum Belege für Cannabinoide bei ADHS.
Beachten Sie
  • Cannabis kann Aufmerksamkeit und Gedächtnis beeinträchtigen.
  • Verordnete ADHS-Medikamente nicht ohne ärztliche Rücksprache absetzen.

Quellen: [27] Cooper 2017 · [17] Black 2019

Sicherheitshinweise für alle

Sie gelten unabhängig vom Anwendungsgrund.

  • Nebenwirkungen wie Schwindel, Mundtrockenheit, Müdigkeit, Übelkeit und Verwirrtheit sind in Studien häufig. [10] Whiting 2015 · [8] Wang 2021
  • Täglicher Konsum von hochpotentem Cannabis ist mit einer höheren Rate psychotischer Erkrankungen verbunden. Informieren Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt über Psychosen bei Ihnen oder in der Familie. [28] Di 2019
  • Eine Cannabiskonsumstörung kann sich entwickeln; in einer Studie traten ihre Symptome bei Personen mit Zugang zu medizinischem Cannabis etwa doppelt so häufig auf. [18] Gilman 2022
  • Cannabiskonsum ist mit einem höheren Unfallrisiko im Straßenverkehr verbunden. Fahren Sie nicht unter Einfluss. [29] NASEM 2017
  • Cannabisrauchen in der Schwangerschaft ist mit niedrigerem Geburtsgewicht verbunden. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Sie schwanger sind, stillen oder eine Schwangerschaft planen. [29] NASEM 2017
  • Langfristiger starker Konsum kann ein Cannabinoid-Hyperemesis-Syndrom auslösen: wiederkehrende Phasen heftigen Erbrechens. [20] Sorensen 2017
  • Bringen Sie eine vollständige Liste Ihrer Arzneimittel, auch rezeptfreier und pflanzlicher Mittel, zu Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt und in die Apotheke. Wir geben keine Bewertungen zu Wechselwirkungen ab.

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Quellen

Gesetze, amtliche Stellen und Daten

  1. BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte). Abschlussbericht der Begleiterhebung nach § 31 Absatz 6 SGB V zur Verschreibung und Anwendung von Cannabisarzneimitteln. 6 July 2022. www.bfarm.de
  2. Deutscher Bundestag, Drucksache 21/3061 (3 Dec 2025): Entwurf eines Ersten Gesetzes zur Änderung des Medizinal-Cannabisgesetzes (government bill). dserver.bundestag.de
  3. § 31 Sozialgesetzbuch (SGB) Fünftes Buch, Absatz 6 (current consolidated text). Bundesministerium der Justiz, gesetze-im-internet.de. www.gesetze-im-internet.de
  4. § 3 Medizinal-Cannabisgesetz (MedCanG), current consolidated text. gesetze-im-internet.de. www.gesetze-im-internet.de
  5. Konsumcannabisgesetz (KCanG). gesetze-im-internet.de. www.gesetze-im-internet.de
  6. Gesetz zur Stabilisierung der Beitragssätze in der gesetzlichen Krankenversicherung. BGBl. 2026 I Nr. 228. www.recht.bund.de
  7. Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV). Cannabis: Verordnung (Neuerungen seit 30. Juli 2026). www.kbv.de

Studien (PubMed)

  1. Wang L, et al. Medical cannabis or cannabinoids for chronic non-cancer and cancer related pain: a systematic review and meta-analysis of randomised clinical trials. BMJ. 2021;374:n1034. PMID 34497047 · DOI 10.1136/bmj.n1034
  2. Mücke M, et al. Cannabis-based medicines for chronic neuropathic pain in adults. Cochrane Database Syst Rev. 2018;3:CD012182. PMID 29513392 · DOI 10.1002/14651858.CD012182.pub2
  3. Whiting PF, et al. Cannabinoids for Medical Use: A Systematic Review and Meta-analysis. JAMA. 2015;313:2456-73. PMID 26103030 · DOI 10.1001/jama.2015.6358
  4. Boland EG, et al. Cannabinoids for adult cancer-related pain: systematic review and meta-analysis. BMJ Support Palliat Care. 2020;10:14-24. PMID 31959586 · DOI 10.1136/bmjspcare-2019-002032
  5. Smith LA, et al. Cannabinoids for nausea and vomiting in adults with cancer receiving chemotherapy. Cochrane Database Syst Rev. 2015;2015:CD009464. PMID 26561338 · DOI 10.1002/14651858.CD009464.pub2
  6. Strasser F, et al. (Cannabis-In-Cachexia-Study-Group). Comparison of orally administered cannabis extract and delta-9-tetrahydrocannabinol in treating patients with cancer-related anorexia-cachexia syndrome: a multicenter, phase III, randomized, double-blind, placebo-controlled clinical trial from the Cannabis-In-Cachexia-Study-Group. J Clin Oncol. 2006;24:3394-400. PMID 16849753 · DOI 10.1200/JCO.2005.05.1847
  7. Novotna A, et al. A randomized, double-blind, placebo-controlled, parallel-group, enriched-design study of nabiximols (Sativex), as add-on therapy, in subjects with refractory spasticity caused by multiple sclerosis. Eur J Neurol. 2011;18:1122-31. PMID 21362108 · DOI 10.1111/j.1468-1331.2010.03328.x
  8. Zajicek J, et al. Cannabinoids for treatment of spasticity and other symptoms related to multiple sclerosis (CAMS study): multicentre randomised placebo-controlled trial. Lancet. 2003;362:1517-26. PMID 14615106 · DOI 10.1016/S0140-6736(03)14738-1
  9. Beal JE, et al. Dronabinol as a treatment for anorexia associated with weight loss in patients with AIDS. J Pain Symptom Manage. 1995;10:89-97. PMID 7730690 · DOI 10.1016/0885-3924(94)00117-4
  10. Black N, et al. Cannabinoids for the treatment of mental disorders and symptoms of mental disorders: a systematic review and meta-analysis. Lancet Psychiatry. 2019;6:995-1010. PMID 31672337 · DOI 10.1016/S2215-0366(19)30401-8
  11. Gilman JM, et al. Effect of Medical Marijuana Card Ownership on Pain, Insomnia, and Affective Disorder Symptoms in Adults: A Randomized Clinical Trial. JAMA Netw Open. 2022;5:e222106. PMID 35302633 · DOI 10.1001/jamanetworkopen.2022.2106
  12. Grimison P, et al. Oral THC:CBD cannabis extract for refractory chemotherapy-induced nausea and vomiting: a randomised, placebo-controlled, phase II crossover trial. Ann Oncol. 2020;31:1553-1560. PMID 32801017 · DOI 10.1016/j.annonc.2020.07.020
  13. Sorensen CJ, et al. Cannabinoid Hyperemesis Syndrome: Diagnosis, Pathophysiology, and Treatment-a Systematic Review. J Med Toxicol. 2017;13:71-87. PMID 28000146 · DOI 10.1007/s13181-016-0595-z
  14. Schuster NM, et al. Vaporized cannabis versus placebo for acute migraine: A randomized, double-blind, placebo-controlled crossover trial. Headache. 2026;66:365-376. PMID 41469488 · DOI 10.1111/head.70025
  15. Rhyne DN, et al. Effects of Medical Marijuana on Migraine Headache Frequency in an Adult Population. Pharmacotherapy. 2016;36:505-10. PMID 26749285 · DOI 10.1002/phar.1673
  16. Kafil TS, et al. Cannabis for the treatment of Crohn's disease. Cochrane Database Syst Rev. 2018;11:CD012853. PMID 30407616 · DOI 10.1002/14651858.CD012853.pub2
  17. Kafil TS, et al. Cannabis for the treatment of ulcerative colitis. Cochrane Database Syst Rev. 2018;11:CD012954. PMID 30406638 · DOI 10.1002/14651858.CD012954.pub2
  18. Naftali T, et al. Cannabis induces a clinical response in patients with Crohn's disease: a prospective placebo-controlled study. Clin Gastroenterol Hepatol. 2013;11:1276-1280.e1. PMID 23648372 · DOI 10.1016/j.cgh.2013.04.034
  19. Megelin T, et al. Cannabis for restless legs syndrome: a report of six patients. Sleep Med. 2017;36:182-183. PMID 28655453 · DOI 10.1016/j.sleep.2017.04.019
  20. Cooper RE, et al. Cannabinoids in attention-deficit/hyperactivity disorder: A randomised-controlled trial. Eur Neuropsychopharmacol. 2017;27:795-808. PMID 28576350 · DOI 10.1016/j.euroneuro.2017.05.005
  21. Di Forti M, et al. The contribution of cannabis use to variation in the incidence of psychotic disorder across Europe (EU-GEI): a multicentre case-control study. Lancet Psychiatry. 2019;6:427-436. PMID 30902669 · DOI 10.1016/S2215-0366(19)30048-3
  22. National Academies of Sciences, Engineering, and Medicine. The Health Effects of Cannabis and Cannabinoids: The Current State of Evidence and Recommendations for Research. National Academies Press; 2017. PMID 28182367 · DOI 10.17226/24625

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